Ein Tag am Meer

Endlich mal wieder das Meer sehen – der Gedanke spukte schon länger in meinem Kopf rum. Viel zu lange war das letzte Mal schon her. Also nahm ich mir meine Google Map zur Hand und überlegte, wo ich denn hinfahren könnte. Vor mehr als fünfzehn Jahren bin ich mal mit einem Kumpel zum zelten in Zoutelande an der niederländischen Küste gewesen. Weil das damals sehr cool war und die Strecke von Bonn aus relativ überschaubar ist (gut 3 Stunden Fahrtzeit), war die Entscheidung dann schnell gefallen (inklusive Abstecher nach Westkapelle). Morgens hin, abends zurück und zwischendrin von Wolken über Regen und Sonne alles erlebt. Es war ein schöner Tag, von dem ich ein paar fotografische Eindrücke mitgebracht habe:

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Auf Asche – ein Buch für Fußballromantiker

In den letzten Monaten habe ich es nur sehr selten geschafft, tatsächlich zum Spaß ein Buch zu lesen. Zu viel gab es in Sachen Hochschule zu inhalieren, zu oft fehlte danach jegliche Lust auf weiteren literarischen Input. Da die Vorlesungszeit jetzt beendet ist und ich mir ungefähr eine Woche freie Zeit von der Uni gönne (in der ich endlich mal wieder regelmäßig arbeiten kann, aber das ist ein anderes Themengebiet), hatte ich endlich auch mal wieder die Muße ein Buch zu lesen. Ich entschied mich für ein Fußballbuch: „Auf Asche“, Bolzplatzerinnerungen, zusammengetragen von Ben Redelings und Sascha Theisen.

Die beiden jungen Männer haben Freunde, Kollegen und andere Heroen des nonprofessionellen Ballsports zusammengeführt und sie gebeten, ihre Erinnerungen an die größten Zeiten ihrer eigenen Hartplatzkarriere zu erzählen. Herausgekommen ist ein Kleinod für Fußballromantiker. Szenegrößen wie Frank Goosen oder Ronald Reng erzählen, wie sie selbst zum sonntäglichen Morgensport kamen, wie sie inzwischen den Nachwuchs an den Sport heranführen. Michael Pahl erklärt, wie er mit einigen Kumpels als Nationalmannschaft von Tonga den Weg zur Weltmeisterschaft schaffen will und Herausgeber Sascha Theisen selbst beschreibt, warum sich Amateurfußballkarrieren und Beziehungen zum schönen Geschlecht nur schlecht vertragen.

Diese Sammlung von Texten ist ein Traum. Man(n) wird erinnert an die eigene Jugend und beginnt zu überlegen, wie denn der eigene Weg zum Fußball sich vollzog. Und auch wenn ich selbst nie in einem Verein gespielt habe (die Gründe werden vielleicht später einmal offenbart), kann ich jeden einzelnen Text nachvollziehen. Die Romantik der Kreisklasse, das Leiden nach einer durchzechten Nacht auf einem Ascheplatz, eiternde Schürfwunden und der Spaß am Fußball – die Autoren bringen fast jede nur denkbare Nuance des Spiels herüber. Wer dem Sport verfallen ist, wer selbst gespielt hat oder noch spielt, oder wer auch nur gerne gespielt hätte, für den ist dieses Buch genau das richtige. Lesen!