20 Jahre Freud und Leid geteilt

© Sebastian Derix

20 Jahre Telekom Baskets Bonn – am Freitag, dem eigentlichen Gründungstag, wurde mit Kaffee und Torte gefeiert. Am Sonntagabend gab es dann die große Party im Telekom Dome. Vier Monate lang hatten Fans und Freunde des Clubs an einer Choreo zu Ehren des Vereins gearbeitet. Es hatte sich gelohnt. Das Bild, das sich dem Betrachter kurz vor Spielbeginn im weiten Rund des Telekom Domes bot, war atemberaubend. Sportlich war Ludwigsburg zu Gast. Der Playoffkandidat hatte allerdings keine Geschenke mitgebracht. Die Bonner mussten sich die Feier regelrecht erkämpfen.

Getrieben von euphorischen Fans legten die Baskets los wie die Feuerwehr. Es schien, als seien die Playoffs längst eingeläutet. Irgendwann fingen sich die Gäste aber und wollten ihren Teil vom Geburtstagskuchen nicht freiwillig hergeben. Sie kämpften um jeden Krümel und das bis zum für sie bitteren Ende. Denn die Baskets hatten eine Party gebucht. Eine Niederlage hätte da nicht zum Buffet gepasst. Kapitän Benas Veikalas gab den Partyhengst und sorgte alleine für 21 Punkte, Angelo Caloirao zog mit 20 fast gleich.

Nach der Schlusssirene gabs Konfetti und Lametta um die Ohren. Wer das wieder aufräumt, wird sich zeigen. Zeit genug ist, die Baskets müssen jetzt zunächst auswärts ran. Am kommenden Samstag sind sie in Berlin zu Gast. Da gibt es, aller Voraussicht nach, wieder nichts geschenkt. In der Hauptstadt ein Stück vom Kuchen ab zu bekommen, dürfte noch schwieriger werden, als bei der heimischen Sause.

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Happy Birthday Radio!

Liebes Radio,

als wir uns das erste Mal begegneten, war ich noch sehr klein. Es war vermutlich im Auto meiner Eltern. Wir fuhren – wohin auch immer. Meine Eltern hatten das Autoradio eingeschaltet und das Programm langweilte mich zu Tode. Das lag natürlich vermutlich weniger am Programm, als an meinem Interesse ihm zuzuhören. Und am kruden Musikgeschmack meiner Eltern vermutlich auch.

Einige Jahre später, ich war inzwischen größer, reifer und auch interessierter geworden, näherten sich unsere Wege erneut an. Die Übertragung der Bundesligaspiele samstagnachmittags lockte mich und hat mich dann schon deutlich mehr überzeugt als die Musikrotation von WDR 5 im frühen Kindesalter. Dass ich aber einst selber Teil des Radios sein würde, war zu diesem Zeitpunkt absolut nicht abzusehen.

Doch als dann die Zeit kam, in der junge Männer (und natürlich auch Frauen) ihren Beruf zu wählen hatten, kam mir recht zügig der Journalismus in den Sinn. Allerdings konzentrierte sich mein Wunsch auf das Schreiben in einer Zeitung. Um einen ersten Schritt in den Journalismus zu wagen, bewarb ich mich dann aber doch – mangels anderer Chancen – beim Bonner Uniradio. Und schon war es um mich geschehen. Binnen weniger Tage zogst du mich in deinen Bann. Nicht lang danach folgten die ersten Schritte im „professionellen“ Bereich.

Inzwischen verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit dir. Ich reportiere oder nachrichte was das Zeug hält. Und, liebes Radio, ich möchte dich nicht mehr missen. Gibt es auch ab und an ein paar Unstimmigkeiten, so verstehen wir uns doch weitgehend sehr gut. Ich freue mich, dass wir zueinander gefunden haben.

Deshalb, liebes Radio, wünsche ich dir alles Gute zu deinem 90. Geburtstag. Ich hoffe, wir können noch viele schöne Jahre gemeinsam verbringen.