Gamble bleibt in Bonn

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Die Telekom Baskets und Center Julian Gamble haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der Amerikaner war vor der verganenen Spielzeit aus Belgien nach Bonn gewechselt. Auf dem Hardtberg wurde er schnell zum dominierenden Spieler unter den Körben, der in jedem Spiel der Saison auf dem Parkett stand. Gamble verlängerte seinen Vertrag um eine Spielzeit.

„Julian hat bereits in Belgien sein Potenzial angedeutet und ist für uns Baskets in der Bundesliga in die ihm zugedachte Rolle hinein- und im Saisonverlauf auch das ein oder andere Mal darüber hinausgewachsen“, begründete Baskets-Sportmanager Michael Wichterich den neuen Vertrag. „Dabei hat er sowohl auf dem Parkett aber auch als Führungspersönlichkeit innerhalb des Teams überzeugt. Mit seiner Weiterverpflichtung bleibt uns nunmehr ein insgesamt starkes Gerüst an Leistungsträgern aus dem Vorjahr erhalten, was so aktuell nur wenige Playoff-Teams vorweisen können.“

Gamble selbst freut sich ebenfalls über ein weiteres Jahr in Bonn: „Ich bin froh auch nächstes Jahr eine Situation vorzufinden, die für mich sportlich als auch für meine Familie abseits des Feldes ideal ist. Wir haben letztes Jahr schon einiges erreicht, wollen jetzt aber noch eine Schippe drauflegen. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, mit den Coaches sowie dem Staff, dem Back-Office und vor allem den Fans war großartig – darauf wollen wir gemeinsam wieder aufbauen.“

Derweil hat die easyCredit-BBL den neuen Spielplan veröffentlicht. Die Baskets würden demnach mit einem Auswärtsspiel in Ludwigsburg in die neue Saison starten. Spiel zwei wäre dann in Ulm. Terminiert sind die Spiele für den 28. September und 3.Oktober. Weil die Bonner aber am 29. September in die Quali für die Champions League starten (Spiel zwei am 2. Oktober), werden beide Partien aller Voraussicht nach verlegt. Wann sie stattfinden ist allerdings noch nicht klar.

Gamble räumt auf und sorgt für den Sieg

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Julian Gamble hat den Telekom Baskets Bonn den Sieg über RASTA Vechta gesichert. Der Amerikaner machte sieben seiner 21 Punkte in der Verlängerung und zermürbte damit die Abwehr der tapfer kämpfenden Gäste. Dass sich die Baskets überhaupt in die Overtime retten konnten, war ebenfalls dem Amerikaner zu verdanken. Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hatte er einen Einwurf von Josh Mayo aufgenommen und durch die Reuse gestopft – der Ausgleich zum 77:77. Gamble wurde gleich doppelt zum Matchwinner.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei den Bonnern war Yoman Polas-Bartolo. Hatte Coach Predrag Krunic den Deutsch-Kubaner in der ersten Halbzeit noch wegen einer leichten Leistenzerrung geschont, so sah er nach der schwächelnden Verteidigung in den ersten beiden Vierteln, dass er Bartolo brauchen würde. Mit seinem unermüdlichen Einsatzwillen und seiner Bissigkeit sorgte der 31-Jährige dafür, dass die Baskets in der zweiten Hälfte den schon zweistelligen Rückstand wieder aufholen konnten. Zudem verwandelte er Sekunden vor Ende der Overtime zwei wichtige Freiwürfe und stahl danach den Gästen den Ball. Damit war der Sieg gesichert.

„In der zweiten Halbzeit brauchten wir Yorman, da konnte ich ihn nicht mehr weiter schonen“, sagte Coach Krunic nach dem Spiel. „Er hat uns sehr geholfen und extrem gut verteidigt.“ Insgesamt hatte das Team in der zweiten Spielhälfte defensiv gleich mehrere Schippen zugelegt. Nach 50 Gegenpunkten in Halbzeit eins hielten die Bonner die Gäste in den 25 Minuten nach der Pause bei 33 Zählern. Nach dem Pausentee hatten sie endlich mit der Intensität verteidigt, die auch den Sieg gegen die Bayern gesichert hatte.