Party wie zur Meisterschaft

© Sebastian Derix

Der neutrale Beobachter hätte denken können, es wäre gerade eine Meisterschaft entschieden worden. Fans und Mannschaft der Telekom Baskets feierten nach dem Sieg gegen den Mitteldeutschen BC gemeinsam auf der Südtribüne im Telekom Dome. Selbst Trainer Mathias Fischer wurde auf dem Weg in die Kabine abgefangen und in den Feierreigen beordert. Glücklicherweise waren nur sehr wenige neutrale Beobachter vor Ort. So konnten alle die große Feier richtig einordnen.

Die Baskets hatten nach einer umkämpften Anfangsphase ihre Gegner aus Weißenfels dominiert. Dreißig Punkte Vorsprung standen am Ende auf der Anzeigetafel – es hätten auch noch mehr sein können. Und so war es eine große Party nach einem starken Spiel. Die Freude war verständlich, das Lob verdient. Abheben wird nach der Partie sicher niemand. Sehen wir es als Testlauf für Bonns größte Karnevalsparty in zwei Wochen.

Vorher gilt es aber, weiter hart zu arbeiten. Gegen den erschreckend schwachen Basketballclub aus Weißenfels dominierten die Baskets endlich einmal die Bretter und holten sich das Rebound-Duell. Auch in allen anderen Statistiken waren sie dominant. Vor allem haben sie den Gegner bei nur 66 Punkten gehalten. Das auch bei stärkeren Gegnern zu schaffen, muss das Ziel der Arbeit in den kommenden Tagen sein. Offensiv läuft die Maschinerie. In der Defensive fehlt noch die Konstanz.

Schön zu sehen war am Samstagabend, dass Florian Koch seine Minuten nutzte. Deren zwölf bekam er, deutlich mehr als zuletzt. Und neben dem eingeflogenen Brooks, war Flos Dunk eines der absoluten Highlights des Spiels. Coach Mathias Fischer lobte seinen Youngster dann auch – allerdings nicht zuviel: „Solche Dunks sehen wir im Training häufiger von ihm“, meinte der Trainer, die Bremse mit dem Fuß tief ins Getriebe der Euphorie treibend.

Eine Woche Zeit habe die Baskets, um sich auf das nächste schwere Spiel vorzubereiten. Am Samstag geht es auswärts gegen Quakenbrück, die Artland Dragons warten und wollen ihren zwei-Siege-Rückstand auf die Baskets verkürzen. Bonn dagegen will weiter an Platz vier und dem möglichen Heimrecht in den Playoffs kratzen. Stabilisiert Angelo Caloiaro seine Leistung aus den vergangenen Partien, kann er in der zweiten Saisonhälfte ein entscheidender Faktor werden. 23 Punkte machte er gegen seinen Ex-Club. Dabei traf er alle seine Würfe aus dem Feld.

Noch in der Pressekonferenz hatte es ihm sein ehemaliger Trainer verziehen. Die Baskets-Fans haben sowieso schon lange auf den platzenden Knoten beim ehemals effektivsten Spieler der Liga gewartet. Man merkt im Umfeld sehr deutlich, dass Caloiaro auf einem guten Weg ist, die in ihn gesteckten Hoffnungen doch noch zu erfüllen. Möge er so weiter machen.

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Baskets Danceteam im November

Jetzt gibt´s mal was fürs Auge – das Baskets Danceteam aus den vergangenen beiden Spielen: